In der Online-Welt, aus der ich komme, gibt es schon sehr lange den Ausdruck „Content is King“. Man könnte auch den alten Spruch rauskramen „Wer schreibt, bleibt“. Wenn es um die digitale Sichtbarkeit im Internet geht, könnte nichts passender sein als das. Denn nur wer Inhalte auf seiner Webseite sichtbar und lesbar produziert, hat überhaupt die Chance gefunden zu werden. Und nur wer gefunden wird, „bleibt“ in der Zukunft relevant im Internet.

Erst kürzlich haben wir mit unserem Partner TÜV Süd den Digital Dealer Performance Award verliehen. Nicht unerwartet bekamen wir einige Kommentare und Fragen zurück. Der Tenor: „Warum stehe ich dort, wo ich stehe, und wie werde ich besser?“. Es gibt auf diese Frage tatsächlich 1.000 Antworten. Denn die digitale Relevanz hängt von enorm vielen Faktoren ab. Das kann schon mal verwirren. Stellen Sie es sich einmal eine Pipeline mit vielen Ventilen vor. Um sehr gut zu sein, sollten alle Ventile offen sein. Dann erst bekommen Sie den vollen Fluss an Kunden auf Ihre Website geleitet. Ist aber nur ein Ventil fast geschlossen, so bringen alle anderen, geöffneten Ventile fast gar nichts.

Eines der größten Ventile sind die Inhalte der Homepage, also die einzelne Webseite. Erst einmal muss überhaupt eine Webseite existieren, damit man über Inhalte gefunden werden kann. Dieser Content ist also sehr relevant. Über ihn erhalten Sie Besucher, die auf der Suche nach Antworten oder Lösungen sind. Die Suche erfolgt über die Eingabe von Keywords, also Schlüsselwörter. Diese können z.B. sein: „Reifenwechsel München“, „Adblue kaufen“ oder „günstiger SUV„. Wenn Sie über definierte Keywords gefunden werden möchten, heißt dies, dass Sie erst einmal eine Seite haben müssen, die diese Wörter beinhaltet. Sie müssen demnach auf der Website existieren, möglichst im Titel, und von den Suchmaschinen wie Google auch lesbar sein. Wir nennen diese Seiten „indizierte Seiten“, also von den Suchmaschinen erfasste und berücksichtigte Seiten. Eine gute Website eines Autohauses kann hier über 5.000 indizierte Seiten haben. In wenigen Fällen auch über 100.000. Quantität ist erst einmal sehr gut, um sich breit aufzustellen und möglichst viele Keywords abzudecken. Quantität aber bitte nachhaltig, also schrittweise aufbauen. Lieber jede Woche ein paar gute neue Seiten, als alles auf einmal an einem Tag und dann wochenlang gar nichts.

Quantität ja, aber bitte mit Qualität

Ob man dann aber auch mit der Quantität erfolgreich ist, hängt stark von der Qualität des Contents ab. Und Google macht es sich relativ einfach, um zu sehen, ob die Qualität hoch ist. Wenn ich bei Google nach etwas suche, erhalte ich eine Ergebnisliste. Ich wähle eine Website aus und entscheide sehr schnell, ob ich hier Antworten auf meine Suche erwarten kann. Wenn ich die Website nun sofort wieder verlasse, um den nächsten Eintrag zu wählen, dann war die Qualität der Website schlecht. Ich werde von Google bestraft und sinke in der Relevanz. Wenn ich auf der Website bleibe, dann scheint die Qualität hoch zu sein. Ich werde belohnt dafür, dass ich dem Besucher ein gutes Erlebnis biete. Denn das möchte Google. Dann ist der Benutzer auch zufrieden mit dem Suchergebnis von Google.

Das heißt: Die Aufenthaltsdauer ist enorm wichtig, denn sie ist ein Maß der Qualität. Und wann ist die Aufenthaltsdauer hoch? Wenn ich eine Antwort auf das finde, was ich mit den Keywords gesucht habe. Wenn demnach der Titel lautet „AdBlue kaufen“, sollte es auch die Möglichkeit geben auf der Website AdBlue zu kaufen und es sollte keine Abhandlung zum Thema AdBlue im Allgemeinen sein. Kleiner Hinweis: Videos erhöhen bei emotionalen Inhalten die Aufenthaltsdauer erheblich. Diese Aufenthaltsdauer können Sie in Ihrem Web-Statistik Tool einsehen. Kommen Sie mit ihrem Content auf über 20 Sekunden? Wie viele indizierte Seiten haben Sie? Sind für Ihr Geschäft relevante Keywords vorhanden?

Content is King – hier nur kurz angerissen – ist nur eines von vielen Ventilen, das Sie sehr weit aufdrehen sollten. Im nächsten Teil geht es um das Ventil: „Schnell, schneller, am schnellsten“.

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