In meinem vorangegangenen Beitrag ging es um das Thema „Content is King“, also darum wie wichtig Inhalte auf den Webseiten sind. Gehen wir mal davon aus, dass Sie hervorragende Internet-Inhalte haben. Wie liefern Sie diese nun an den Leser?

Mit fast 50 Millionen Smartphone-Nutzern in Deutschland sollten die Zugriffe auf Ihre Webseite darüber deutlich höher sein als die über Desktop-Computer. Und gerade bei Smartphones gilt es, schnell zu sein. Eine langsame Website wird sofort ignoriert bzw. wieder verlassen. Daher ist die Geschwindigkeit enorm wichtig. Das weiß Google nicht nur, sondern macht dies auch zu einem wichtigen Aspekt bei der Einstufung der digitalen Sichtbarkeit.

Das Positive: Es ist einfach zu messen – und die möglichen Probleme sind schnell behoben. Sie können den Test selbst durchführen. Geben Sie bei Google PageSpeed Insights (https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/) Ihre eigene Website ein und lassen Sie sich eine Auswertung erstellen. Das Ergebnis gliedert sich in eine Analyse für Mobil und Desktop. Liegen Sie hier unter 50 von 100 Punkten, sollten Sie umgehend Ihren Kunden zu liebe die möglichen Optimierungen durchführen. Insbesondere wenn das Ergebnis im Bereich Mobil schwach ist, kann dies dazu führen, dass Ihre Relevanz für Smartphones gering ausfällt und ihre digitale Sichtbarkeit dadurch stark leidet.

Aufenthaltsdauer entscheidend

Wenn Sie nun alle Webseiten optimiert haben, können Sie die Qualität Ihrer Inhalte auch messen. Das Maß ist die Aufenthaltsdauer der Besucher auf den jeweiligen Seiten. Hierzu liefert Ihnen Ihr Web-Statistik-Tool die nötigen Informationen. Für Webseiten mit informativem Inhalt gilt: Wenn die Absprungrate bei unter fünf Sekunden liegt, ist der Content für den Kunden nicht relevant. Entweder passt er nicht zu den Begriffen, über die die Seite gefunden wurde, oder er ist unbedeutend. Die Absprungrate ist sehr wichtig für Ihre digitale Sichtbarkeit. Denn Google belohnt Internetseiten, auf denen der Besucher eine lange Zeit verbringt, und das findet, was er gesucht hat. Andererseits gibt es auch Webpages, die nur wenig Information liefern können und sollen. Das sind etwa Kontaktseiten, auf denen der Nutzer nach Telefonnummer, Öffnungszeit oder Adresse sucht. Diese sollten dann ausgewiesene Kontaktseiten sein, die genau diesen Zweck erfüllen. Gehen Sie systematisch Ihre Webseiten durch und optimiere Sie diese. Besonders wichtige Seiten können beispielsweise mit Videos versehen werden, um das Erlebnis und damit die Aufenthaltsdauer zu erhöhen.

Und was hat das alles mit Ihrem Business zu tun? Sie tun dies am Ende des Tages, um mehr Umsätze zu erzielen? Dann sollte dieses Ziel auch messbar sein. Definieren Sie dazu Leistungskennzahlen, sogenannte KPIs (Key Performance Indicator). Das können sein: die Anzahl der Anfragen von Gebrauchtwagen, die Online-Buchungen von Service-Terminen, der Kauf von Produkten über die Webseite usw. Jeder KPI steht am Ende eines sogenannten „Funnels“. Dies ist ein Trichter, bei dem von vielen Besuchern nur eine gewisse Anzahl am Ende übrigbleiben, um Ihre Leistungskennzahl positiv zu beeinflussen. Nur wenn Sie den Weg zum Ziel kennen, können Sie auch messen, wo die Nutzer abbrechen. Dann hilft an der richtigen Stelle auch mal ein Aufruf, um beim Besucher eine Reaktion zu provozieren („Call to action“): „Haben Sie noch Fragen zu diesem Fahrzeug?“ „Wollen Sie sofort einen Termin buchen?“ „Reservieren Sie jetzt eine Probefahrt!“ Manchmal nützt es einfach, den Kunden freundlich auf etwas hinzuweisen. Dann wird sich Ihre Investition in die digitale Sichtbarkeit auch lohnen.

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